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Das 1. Kapitel (zweiter Teil)

20120510 PeepshowDas 1. Kapitel (zweiter Teil)

Als er die Tür aufdrückte, war es natürlich nicht die Aufregung wie damals mit Siebzehn mit Matthes. Doch der Tonfall dieser Mikrofon-Stimme mit der slawischen Färbung, die gerade eine gewisse Jennifer auf die sich drehende Bühne rief, war ihm seltsam vertraut. Genauso wie der kalte Rauch und Schweiß, der in der Kabine hing, in die es ihn sofort gezogen hatte. Malter sah sich wieder mit Matthes zu zweit vor der Glasscheibe, eng gedrängt. Die Mädels hatten sich damals zwar amüsiert, aber immerhin konnten sie auf diese Weise für ihr weniges Geld die doppelte Zeit schauen.

Heute langweilte er sich bei den jungen Dingern, die sich verrenkten und zuckten, weil sie glaubten, dadurch besonders sexy zu wirken. Die waren wohl noch niemals so richtig … und trotzdem warf er immer wieder Euros nach. War doch egal. Er erinnerte sich, warum ihm das Pussydoll eingefallen war: vor drei Jahren hatte er hier sogar ermittelt. Ein Mann war erstochen in einer Kabine aufgefunden worden und Malter hatte alle Verhöre geführt. Doch heute erkannte er keine der Frauen wieder. Die Erfahreneren hatten ihm damals bei diesen Vernehmungen zugesetzt, hatten einen geübten Blick für seine schwache Stelle gehabt. Doch er war durchgekommen.

 

Jetzt endlich direkt vor ihm hinter der Scheibe eine Ältere, wenn man das bei vermutlich Mitte Zwanzig so sagen kann. Bei ihr kommt auch Niklas Malter zum Glück ein wenig in Stimmung. Gerade als seine Hand nach unten wandert und den Reißverschluss seiner Hose sucht, vibriert sein Handy. Er schaut auf das Display: „Julia Claasen“.

Wenn ihn seine Kollegin an einem Sonntagabend anruft, bedeutet das nichts Gutes. Leider. Denn Julia zu einem Anruf aus anderen Anlässen zu bewegen, war ihm bislang nicht gelungen. Er sieht sie plötzlich vor sich, lange blonde Haare, oft hinten zusammengebunden, und genauso oft dieses Lächeln, ihm gegenüber immer irgendwo zwischen schnippisch und herausfordernd. Das gefiel ihm mehr als alles andere, was er heute Abend gesehen hatte, gesteht er sich zerknirscht ein.

Malter besinnt sich und flucht. Verdammt, hier kann er nicht mit seiner Kollegin sprechen. Er entriegelt die Tür, stößt beinahe mit einem geil grinsenden alten Mann zusammen, hetzt an den anderen Kabinentüren vorbei, und nimmt, kurz bevor er auf der Straße steht, den Anruf an: „Ja, Julia?“

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